Tunesien

Das tunesische Hochland bei Metlaoui
Das tunesische Hochland bei Metlaoui

Tunesien, das nördlichste Land Afrikas, ist ein für afrikanische Verhältnisse kleiner Staat, aber reich an kulturellen Schätzen und landschaftlichen Schönheiten, was es zu einem beliebten Reiseziel für Pauschal- und Individualtouristen macht. Auf einer Fläche, die etwa zweimal so groß ist wie Österreich, leben 10 Millionen Menschen, die sich in kultureller Hinsicht größtenteils am Arabischen orientieren. Die Landessprache ist Arabisch, die Währung der Dinar, der Islam die Staatsreligion, andere Glaubensrichtungen werden jedoch toleriert und sind in ihrer Ausübung durch die tunesische Verfassung geschützt. Politisch ist Tunesien eine Präsidialrepublik, deren Präsident seit 1987 Zine el-Abidine Ben Ali ist. Das Land ist in 24 Verwaltungsgebiete, die sogenannten Gouvernorate, gegliedert, die Hauptstadt, die auch namensgebend für den Staat gewesen ist, ist Tunis, ganz im Norden gelegen.

Die Nord- und Ostseite des Landes wird durch das Mittelmeer begrenzt; die Küstenlänge beträgt in etwa 1300 Kilometer. Von der Mittelmeerküste, die von Stränden, Lagunen und vorgelagerten Inseln geprägt ist – darunter Djerba, die größte und touristisch bekannteste Insel – über den fruchtbaren, Sahel genannten Küstenstreifen, das Atlasgebirge mit den höchsten Bergen Tunesiens (Djebel Chambi, 1544 m, Djebel Zhagouan, 1295 m) und die von Salzseen und Oasen geprägte Landschaft des Zentraltunesischen Steppenlandes bis hin zur Wüstenlandschaft der Sahara hat Tunesien eine bemerkenswerte landschaftliche Vielfalt zu bieten. Das Klima ist im Norden mediterran, im Süden arid; während der Norden reich an Vegetation ist, findet sich im Süden aufgrund der dortigen Wüstenlandschaft fast keine Vegetation mehr.

Auch kulturell ist Tunesien vielfältig, bedingt durch seine Geschichte. Das Land ist von zahlreichen Völkern beeinflusst worden; Berber, Phönizier, Römer und Osmanen haben ihre Spuren hinterlassen. Letztere herrschten fast 4 Jahrhunderte über das Land, bis die Franzosen es als Protektorat übernahmen. 1956 erlangte Tunesien schließlich die Unabhängigkeit. Das Land zeichnet sich durch politische Stabilität aus und konnte sich so zu einem der wohlhabendsten afrikanischen Staaten entwickeln, dessen wichtigste Wirtschaftsfaktoren heute die Landwirtschaft, der Tourismus und die Leichtindustrie sind.

Reisende können sich in Tunesien sicher fühlen, die Kriminalitätsrate ist gering. Lediglich die Grenzgebiete zu Algerien sollten von Individualtouristen gemieden werden. Und eine Reise ist das Land fraglos wert: Vom erholsamen Badeurlaub an der Küste über die Erkundung der Sahara bis hin zu kulturellen Schätzen wie dem zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Amphitheater El Jem hat Tunesien für nahezu jeden Geschmack etwas zu bieten.

This entry was posted on 060715H Dez 2010 and is filed under Reiseaktivitäten. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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